Lebensmittel bei Fettleber

Fettleber: Welche Lebensmittel meiden? Liste und Alternativen

Begrenzen Sie Süßgetränke, Saft, zugesetzten Zucker, Weißmehl, Frittiertes, Wurst, gesättigte Fette und Alkohol. Die Gründe und gute Alternativen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Begrenzen sollten Sie vor allem Lebensmittel, die die Leber mit Zucker, raffinierter Stärke, gesättigten Fetten, Alkohol oder zusätzlichen Kalorien überfluten.
  • Ganz oben stehen zuckerhaltige Getränke und Fruchtsaft: Eine Dose Cola (355 ml) enthält etwa 37 g Zucker, mehr als das Tagesbudget für zugesetzten Zucker der meisten Frauen.
  • Für jedes Lebensmittel unten gibt es eine einfache Alternative, und Sie müssen nicht alles auf einmal ändern.

Bei Fettleber sollten Sie zuckerhaltige Getränke, Fruchtsaft, Süßigkeiten und anderen zugesetzten Zucker, Weißmehlprodukte, frittierte und ultraverarbeitete Lebensmittel, verarbeitetes Fleisch, Lebensmittel mit vielen gesättigten Fetten wie Butter und fetten Käse sowie Alkohol meiden. Zuckerhaltige Getränke sollten ganz wegfallen, Alkohol ebenfalls, wenn Sie eine relevante Fibrose oder Zirrhose haben. Alles andere behandeln Sie am besten als gelegentliche statt als tägliche Lebensmittel.

Diese Liste stammt aus den wichtigsten Leitlinien zur MASLD (früher NAFLD), der metabolischen Dysfunktion-assoziierten steatotischen Lebererkrankung. Die Leitlinie von EASL, EASD und EASO aus dem Jahr 2024 empfiehlt, ultraverarbeitete Lebensmittel zu begrenzen, zuckergesüßte Getränke zu meiden und verarbeitetes Fleisch auf ein Minimum zu beschränken. Die AASLD-Empfehlung von 2023 bringt zu viele gesättigte Fette, raffinierte Kohlenhydrate und zuckerhaltige Getränke mit Fettleber in Verbindung. Unten finden Sie die vollständige Liste, warum jeder Punkt zählt und was Sie stattdessen essen können.

Lebensmittel, die Sie bei Fettleber meiden sollten: die Übersicht

LebensmittelWarum es ungünstig istBessere Alternative
Limonade, gesüßter Eistee, Sport- und EnergydrinksGroße Menge schneller Zucker (Fruktose + Glukose), keine Ballaststoffe, keine SättigungWasser, Sprudelwasser mit Zitrone, ungesüßter Tee oder Kaffee
Fruchtsaft und gesüßte SmoothiesDer Zucker mehrerer Früchte ohne die BallaststoffeGanzes Obst; ein Smoothie überwiegend aus Gemüse und Naturjoghurt
Süßigkeiten, Kekse, Kuchen, GebäckZugesetzter Zucker plus Weißmehl und oft gesättigte FetteObst, Naturjoghurt mit Beeren, eine kleine geplante Nascherei statt einer täglichen
Gezuckerte Frühstücksflocken, Müsliriegel, FruchtjoghurtVersteckter zugesetzter Zucker zum FrühstückHaferflocken mit Obst, Naturjoghurt, Vollkorntoast mit Ei
Honig, Sirup, Zucker in Kaffee und TeeTrotzdem zugesetzter Zucker, auch wenn „natürlich“Zimt, Vanille, nach und nach weniger Süße
Weißbrot, weißer Reis, normale NudelnRaffinierte Stärke, wenig Ballaststoffe, man isst leicht zu vielVollkornbrot, Naturreis, Quinoa, Vollkornnudeln, in moderaten Portionen
Frittiertes (Pommes frites, frittiertes Hähnchen, Donuts)Sehr kalorienreich, oft viele gesättigte FetteAus dem Ofen oder der Heißluftfritteuse, gegrilltes Hähnchen, Ofenkartoffel mit Schale
Chips, Cracker, abgepackte SnacksUltraverarbeitet, kalorienreich, leicht tütenweise gegessenNüsse (eine kleine Handvoll), Popcorn, Gemüse mit Hummus
Bacon, Wurst, Hotdog-Würstchen, AufschnittVerarbeitetes Fleisch, gesättigte Fette, in Studien mit MASLD verbundenFisch, Hähnchen ohne Haut, Eier, Bohnen, Tofu
Fettes rotes Fleisch (Ribeye-Steak, Burger, Spareribs)Gesättigte Fette; rotes Fleisch ist mit einem höheren MASLD-Risiko verbundenFisch, Geflügel, Hülsenfrüchte; magere Stücke in kleineren Portionen
Butter, Sahne, Schmalz, KokosölReich an gesättigten FettenOlivenöl, Avocado, Nüsse
Vollfetter Käse in großen MengenGesättigte Fette und Kalorien summieren sich schnellKleinere Mengen würzigen Käses, Naturjoghurt, Hüttenkäse
Eiscreme und Desserts auf SahnebasisGesättigte Fette und zugesetzter Zucker zusammenGefrorene Beeren mit Naturjoghurt, Obst
Bier, Wein, Spirituosen, CocktailsAlkohol schadet der Leber zusätzlich; Cocktails bringen auch noch Zucker mitSprudelwasser, alkoholfreie Varianten ohne Zuckerzusatz

Warum sind zuckerhaltige Getränke der größte Problemfaktor?

Zucker in flüssiger Form ist der deutlichste Zusammenhang zwischen Ernährung und Fettleber. Die europäische Leitlinie empfiehlt, zuckergesüßte Getränke zu meiden, nicht nur weniger davon zu trinken. Sie zitiert eine prospektive Kohortenstudie, in der vier oder mehr Portionen Softdrinks pro Woche mit einem um 45 % höheren Risiko verbunden waren, eine MASLD zu entwickeln.

Der Grund ist die Fruktose. Die AASLD-Empfehlung sagt, dass zu viel Fruktose das Risiko für Fettleber, MASH (die entzündliche Form) und fortgeschrittene Fibrose erhöht, und zwar unabhängig von der Kalorienzufuhr. Das NIDDK rät, Getränke mit viel Einfachzucker zu meiden, vor allem mit viel Fruktose, und nennt gesüßte Softdrinks, Sportgetränke, gesüßten Tee und Säfte. Es ergänzt, dass gewöhnlicher Haushaltszucker bei der Verdauung schnell in Glukose und Fruktose aufgespalten wird. Rohrzucker ist also nicht besser als Maissirup.

So viel steckt in einem einzigen Getränk (USDA FoodData Central):

GetränkPortionZuckerkcal
Cola, normal1 Dose (355 ml)37 g155
Apfelsaft, ungesüßt240 ml24 g114
Orangensaft240 ml21 g112

Die American Heart Association empfiehlt, zugesetzten Zucker für die meisten Frauen auf etwa 25 g und für die meisten Männer auf etwa 36 g pro Tag zu begrenzen. Eine Dose Cola verbraucht das komplett.

Alternativen: Wasser, Sprudelwasser mit Zitrone oder Limette, ungesüßter Eistee, Kaffee oder Wasser mit Gurke, Minze oder Beeren. Unser Artikel zur Frage, ob Limonade bei Fettleber ungünstig ist (englisch), behandelt auch Light-Limonaden.

Ist Fruchtsaft bei Fettleber ungünstig?

Saft ist tückisch, weil er gesund aussieht. 240 ml Orangensaft enthalten etwa 21 g Zucker und 0,5 g Ballaststoffe. Eine ganze mittelgroße Orange hat etwa 12 g Zucker und 3,1 g Ballaststoffe (USDA). Die Frucht bringt Ballaststoffe mit, braucht Zeit zum Essen und macht satt. Der Saft nicht.

Die europäische Leitlinie macht den Unterschied ausdrücklich: Ihre Liste der wenig verarbeiteten Lebensmittel, von denen man mehr essen sollte, enthält „Obst (keinen Saft)“. Ganzes Obst ist in Ordnung und gehört zu einer Fettleber-Ernährung. Saft, gesüßte Smoothies und Fruchtsaftgetränke gehören in dieselbe Kategorie wie Limonade. Wenn Sie sich wegen des Zuckers in ganzem Obst Sorgen machen, lesen Sie Ist Obst bei Fettleber ungünstig? (englisch)

Alternativen: Essen Sie das Obst, statt es zu trinken. Wenn Sie Saft lieben, geben Sie einen kleinen Schuss davon in Sprudelwasser.

Welchen zugesetzten Zucker sollten Sie reduzieren?

Außer in Getränken versteckt sich zugesetzter Zucker in Lebensmitteln, die nicht nach Dessert schmecken: Frühstücksflocken, Fruchtjoghurts, Müsli und Proteinriegel, Fertigsoßen, Ketchup, Salatdressings, aromatisierte Kaffeegetränke und „gesunde“ Backwaren.

„Natürlicher“ Zucker zählt ebenfalls. Ein Esslöffel Honig enthält etwa 17 g Zucker (USDA), und Ahornsirup, Agavendicksaft und Kokosblütenzucker sind ebenfalls zugesetzter Zucker. Ihrer Leber ist es egal, ob der Zucker von einer Biene oder aus einer Fabrik stammt.

So finden Sie ihn: Anders als in den USA gibt es auf Etiketten in der EU keine eigene Zeile für zugesetzten Zucker. Die Angabe „davon Zucker“ in der Nährwerttabelle umfasst allen Zucker, auch den natürlich enthaltenen, etwa Milchzucker im Naturjoghurt. Zugesetzten Zucker erkennen Sie an der Zutatenliste: Achten Sie auf Zucker, Glukosesirup, Glukose-Fruktose-Sirup, Fruktose, Dextrose, Saccharose, Honig, Dicksaft oder Fruchtsaftkonzentrat und auf zuckerähnliche Zutaten wie Maltodextrin. Die Zutaten sind nach Gewichtsanteil geordnet: je weiter vorn, desto mehr. Vergleichen Sie bei Lebensmitteln wie Joghurt, Haferflocken und Tomatensoße die Marken und wählen Sie eine ohne solche Zutaten.

Alternativen: Naturjoghurt mit frischem Obst, ungesüßter Haferbrei mit Zimt, selbst gemachtes Dressing aus Olivenöl und Essig, Obst als Nachtisch. Reduzieren Sie den Zucker im Kaffee schrittweise, damit sich Ihr Geschmack anpassen kann.

Sind Weißmehlprodukte bei Fettleber ungünstig?

Raffiniertes Getreide wie Weißbrot, weißer Reis, normale Nudeln, Gebäck und die meisten Cracker ist kein Gift, aber man isst leicht zu viel davon, und genau das sind die „raffinierten Kohlenhydrate“, die die AASLD mit Fettleber in Verbindung bringt. Die AASLD empfiehlt, wenn möglich, eine Kost mit begrenzten Kohlenhydraten und mehr Ballaststoffen.

Der Unterschied bei den Ballaststoffen ist leicht zu erkennen (USDA):

GetreideproduktPortionBallaststoffekcal
Weißbrot1 Scheibe0,8 g77
Vollkornbrot1 Scheibe1,9 g81
Weißer Reis, gekocht1 Tasse (ca. 240 ml)0,6 g205
Naturreis, gekocht1 Tasse (ca. 240 ml)3,2 g249

Die Kalorien sind ähnlich. Beim Umstieg auf Vollkorn geht es also um Ballaststoffe und Sättigung, nicht um eine Kalorienersparnis. Die Portionsgröße zählt genauso wie die Sorte. Einzelheiten zu bestimmten Grundnahrungsmitteln finden Sie in Ist Brot bei Fettleber ungünstig? (englisch)

Alternativen: Vollkornbrot, Naturreis, Quinoa, Gerste, Haferflocken, Vollkornnudeln. Halten Sie Getreide bei etwa einem Viertel des Tellers und füllen Sie den Rest mit Gemüse und Eiweiß.

Warum Frittiertes und ultraverarbeitete Lebensmittel begrenzen?

Ultraverarbeitete Lebensmittel sind industrielle Produkte, die überwiegend aus raffinierten Zutaten bestehen: Chips, abgepackte Snacks, Fast Food, Tiefkühl-Fertiggerichte, gezuckerte Frühstücksflocken, abgepackter Kuchen und die meisten Wurstwaren. Die europäische Leitlinie empfiehlt, ultraverarbeitete Lebensmittel zu begrenzen, die sie als „reich an Zucker und gesättigten Fetten“ beschreibt. Sie nennt zudem das breite Angebot an billigen, ultraverarbeiteten, zuckerreichen Lebensmitteln und Getränken als wichtigen Treiber von Adipositas und MASLD.

Frittiertes gehört in dieselbe Kategorie. Beim Frittieren saugt sich das Essen mit Fett voll, was die Kalorien vervielfacht, und Frittiertes gehört zu den Lebensmitteln, von denen man am leichtesten zu viel isst. Eine 28-g-Tüte einfacher Kartoffelchips hat etwa 150 Kalorien (USDA), und nur wenige hören nach 28 g auf.

Alternativen: Zu Hause im Ofen oder in der Heißluftfritteuse mit einem Teelöffel Olivenöl garen; im Restaurant Gegrilltes statt Frittiertem wählen; für Snacks eine Tüte ungesalzene Nüsse oder etwas Obst griffbereit haben.

Ist verarbeitetes und rotes Fleisch bei Fettleber ungünstig?

Verarbeitetes Fleisch steht in der europäischen Leitlinie auf der Liste der Lebensmittel, die man auf ein Minimum beschränken sollte, zusammen mit ultraverarbeiteten Lebensmitteln und zuckerhaltigen Getränken. Die Leitlinie stellt fest, dass mehrere Beobachtungsstudien einen hohen Verzehr von rotem und verarbeitetem Fleisch mit MASLD in Verbindung bringen, und eine Metaanalyse von 24 Beobachtungsstudien aus dem Jahr 2020 fand, dass der Verzehr von rotem Fleisch mit einer höheren Wahrscheinlichkeit für Fettleber verbunden war.

Verarbeitetes Fleisch enthält außerdem viel gesättigtes Fett für seine Menge (USDA):

LebensmittelPortionGesättigte Fettsäurenkcal
Bacon, in der Pfanne gebraten3 Scheiben4,1 g162
Rindswürstchen (Hotdog)1 Stück5,6 g154

Alternativen: Fisch (vor allem Lachs, Sardinen oder Forelle), Hähnchen oder Pute ohne Haut, Eier, Bohnen, Linsen und Tofu. Wenn Sie rotes Fleisch essen, wählen Sie magere Stücke, halten Sie die Portion etwa handtellergroß und essen Sie es seltener.

Bei welchen Lebensmitteln mit vielen gesättigten Fetten sollten Sie zurückhaltend sein?

Die europäische Leitlinie stellt fest, dass gesättigte Fette das Leberfett in mehreren kurzfristigen Studien erhöht haben, und das NIDDK empfiehlt, gesättigte Fette und Transfette durch ungesättigte Fette zu ersetzen. Butter, Sahne, Schmalz, Kokosöl, vollfetter Käse in großen Mengen, fettes Fleisch und Desserts auf Sahnebasis sind die Hauptquellen.

LebensmittelPortionGesättigte Fettsäuren
Kokosöl1 EL11,2 g
Vanilleeis, sahnig½ Tasse (ca. 120 ml)11,1 g (plus 22 g Zucker)
Butter1 EL7,3 g
Cheddar28 g5,4 g
Schlagsahne1 EL3,5 g
Olivenöl (zum Vergleich)1 EL1,9 g

Werte aus USDA FoodData Central.

Käse muss nicht verschwinden. Etwas Parmesan oder Feta bringt viel Geschmack bei wenig gesättigtem Fett, und Naturjoghurt und Hüttenkäse sind leichtere Optionen.

Alternativen: Mit Olivenöl kochen, Avocado oder Hummus statt Butter aufs Brot streichen, Naturjoghurt statt saurer Sahne verwenden und Obst zum Standard-Nachtisch machen.

Ist Alkohol bei Fettleber tabu?

Beim Alkohol kann die Empfehlung absolut sein. Die AASLD-Empfehlung besagt, dass Menschen mit klinisch relevanter Fibrose (F2 oder höher) vollständig auf Alkohol verzichten sollten. Die europäische Leitlinie sagt, dass bei fortgeschrittener Fibrose oder Zirrhose jeglicher Alkoholkonsum vollständig und dauerhaft beendet werden sollte, und empfiehlt, allen Menschen mit steatotischer Lebererkrankung vom Alkohol abzuraten.

Sie stellt außerdem fest, dass neuere Daten die Vorstellung nicht stützen, leichter bis moderater Alkoholkonsum schütze die Gesundheit, besonders nicht bei Menschen mit kardiometabolischen Risikofaktoren. Cocktails, Hard Seltzer mit Saft und süße Weine bringen zusätzlich zum Alkohol noch Zucker mit. Wenn Sie Ihr Fibrosestadium nicht kennen, fragen Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin, bevor Sie irgendeine Menge für unbedenklich halten. Mehr dazu in Alkohol bei Fettleber: Wie viel ist erlaubt?

Lebensmittel, die Sie nicht meiden müssen

Ratschläge zur Fettleber schüren manchmal unnötige Ängste. Diese Lebensmittel sind in normalen Portionen in der Regel in Ordnung:

  • Ganzes Obst. Teil der Mittelmeerkost; das Problem ist der Saft.
  • Kaffee. In Studien mit weniger Leberfibrose verbunden; trinken Sie ihn ungesüßt.
  • Eier. Eine Metaanalyse von 2020 fand keinen signifikanten Zusammenhang zwischen dem Verzehr von Eiern und Fettleber.
  • Olivenöl und Nüsse. Kalorienreich, also abmessen, aber es sind die empfohlenen Fette.
  • Kartoffeln und Reis. In vernünftigen Portionen in Ordnung, am besten mit Schale bzw. als Vollkorn und nicht frittiert.

Welche Lebensmittel Sie bewusst einbauen können, lesen Sie unter gute Lebensmittel bei Fettleber.

Was sollten Sie beim Essen außer Haus weglassen?

Im Restaurant und beim Essen zum Mitnehmen häufen sich diese Lebensmittel: Getränk, frittierte Beilage, Sahnesoße und Dessert kommen oft zusammen. Ein paar Faustregeln decken die meisten Speisekarten ab:

  • Bestellen Sie Wasser, Sprudelwasser, ungesüßten Eistee oder Kaffee. Kostenloses Nachfüllen von Limonade oder gesüßtem Eistee, wie es in den USA üblich ist, ist der einfachste Weg, unbemerkt die Zuckermenge eines ganzen Tages aufzunehmen.
  • Wählen Sie Gegrilltes, Gebackenes, Geröstetes oder Gedämpftes statt Frittiertem, Knusprigem, Ausgebackenem oder Paniertem.
  • Tauschen Sie die Beilage. Bitten Sie um Salat, Gemüse oder eine Ofenkartoffel statt Pommes frites oder Zwiebelringen.
  • Achten Sie auf die Soßen. Sahne-, Käse- und Buttersoßen bringen gesättigte Fette mit, süße Glasuren, Barbecue- und Teriyakisoßen bringen Zucker mit. Lassen Sie sie separat servieren.
  • Lassen Sie den Brotkorb aus oder nehmen Sie ein Stück, und wählen Sie Naturreis oder Vollkorn, wenn es das gibt.
  • Teilen Sie das Dessert oder nehmen Sie Obst. Restaurant-Desserts kombinieren oft zugesetzten Zucker und gesättigte Fette in großen Portionen.
  • Halten Sie sich beim Alkohol an die Empfehlung Ihres Arztes oder Ihrer Ärztin, und die lautet „gar keiner“, wenn Sie eine relevante Fibrose oder Zirrhose haben.

So reduzieren Sie, ohne sich etwas zu versagen

  • Fangen Sie bei den Getränken an. Jedes zuckerhaltige Getränk durch ein ungesüßtes zu ersetzen, ist der schnellste und einfachste Gewinn, und die Kalorien werden Ihnen nicht fehlen.
  • Ändern Sie eine Mahlzeit nach der anderen. Diese Woche das Frühstück, nächste Woche das Mittagessen.
  • Bewahren Sie Lebensmittel, bei denen Sie schwer aufhören können, nicht zu Hause auf. Die Chips im Laden liegen zu lassen, ist leichter, als um 21 Uhr darauf zu verzichten.
  • Planen Sie Genuss ein, statt ihn zu verbieten. Ein geplantes Stück Kuchen am Geburtstag ist in Ordnung, tägliches Gebäck nicht.
  • Lesen Sie Etiketten: zugesetzten Zucker in der Zutatenliste, gesättigte Fette in der Nährwerttabelle. Vergleichen Sie zwei Marken, bevor Sie sich entscheiden.
  • Finden Sie Ihre versteckten Quellen. Soßen, Kaffeegetränke und „gesunde“ Snacks summieren sich oft auf mehr als die offensichtlichen Süßigkeiten. Eine App wie Liverly kann Ihre Mahlzeiten scannen und zugesetzten Zucker sowie gesättigte Fette markieren, sodass Sie solche Muster leichter erkennen.

Fazit

Bei Fettleber sollten Sie vor allem die Lebensmittel meiden, die Ihre Leber mit Zucker, raffinierter Stärke, gesättigten Fetten und Alkohol belasten: zuckerhaltige Getränke, Saft, Süßigkeiten, Weißmehlprodukte, frittierte und ultraverarbeitete Lebensmittel, verarbeitetes und fettes Fleisch sowie fettreiche Milchprodukte in großen Mengen. Zuckerhaltige Getränke sollten ganz wegfallen, Alkohol ebenso, wenn Sie eine relevante Fibrose oder Zirrhose haben. Für alles andere gilt: „seltener und kleiner“. Bauen Sie stattdessen Olivenöl, Fisch, Hülsenfrüchte, Vollkorn, Gemüse und ganzes Obst ein, die Bausteine einer mediterranen Ernährung bei Fettleber.

Quellen

Dieser Artikel dient nur der Information und ist keine ärztliche Beratung. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt, Ihrer Ärztin oder Ihrer hepatologischen Praxis über Ihre persönliche Situation.

So passt das zu IHRER Leber-Ernährung

Jede Leber ist anders. Liverly erfasst zugesetzten Zucker, gesättigte Fette, Kalorien und Ballaststoffe passend zu Ihrer Diagnose, auch versteckte Zuckerbezeichnungen, die andere Tracker übersehen.

QR-Code, der Liverly im App Store oder bei Google Play öffnet

Scannen und Liverly aufs Handy holen

Kostenlos für iPhone und Android

Häufige Fragen

Was ist bei Fettleber das ungünstigste Lebensmittel?

Zuckergesüßte Getränke sind der eindeutigste Einzelfaktor. Die europäische MASLD-Leitlinie von 2024 rät, sie zu meiden, und eine von ihr zitierte prospektive Studie verband vier oder mehr Softdrinks pro Woche mit einem um 45 % höheren Risiko, eine MASLD zu entwickeln. Alkohol ist genauso wichtig, wenn Sie eine relevante Fibrose oder Zirrhose haben, denn in diesem Stadium raten die Leitlinien, ganz auf Alkohol zu verzichten.

Muss ich für immer auf diese Lebensmittel verzichten?

Auf die meisten nicht. Die Leitlinien sprechen davon, ultraverarbeitete Lebensmittel, gesättigte Fette und verarbeitetes Fleisch zu begrenzen und zuckerhaltige Getränke zu meiden. Ein Stück Geburtstagskuchen oder ein gelegentlicher Burger macht gute Gewohnheiten nicht zunichte. Die zwei festeren Grenzen sind zuckerhaltige Getränke, die sich leicht vollständig ersetzen lassen, und Alkohol bei relevanter Fibrose oder Zirrhose, wo die Empfehlung „gar keiner“ lautet.

Sind Light-Limonaden bei Fettleber in Ordnung?

Light-Limonaden enthalten nicht den Zucker, der normale Limonade zum Problem macht, und sind deshalb die bessere Wahl als die gezuckerte Version. Ihre langfristigen Auswirkungen auf die Leber sind allerdings weniger gut untersucht. Wasser, Sprudelwasser, ungesüßter Tee und Kaffee sind die sichersten Alltagsgetränke, und Light-Limonade eignet sich am besten als Zwischenschritt weg von zuckerhaltigen Getränken, nicht als Ersatz für Wasser.

Sind Kohlenhydrate bei Fettleber ungünstig?

Nicht alle. Das Problem sind zugesetzter Zucker und große Portionen raffinierter Stärke wie Weißbrot, Gebäck und gezuckerte Frühstücksflocken. Vollkorn, Hülsenfrüchte, Gemüse und ganzes Obst sind ebenfalls Kohlenhydrate, und sie sind zentrale Bestandteile der Mittelmeerkost, die die Leber-Leitlinien empfehlen. Meist reicht es, von Weißmehl- auf Vollkornvarianten umzusteigen und die Portionen moderat zu halten.

Weitere Artikel